Jahresrückblick 2025
Praxis Annican · Annika Smith
Ein Jahr der Klärung, der leisen Schritte und der inneren Neuordnung.
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Januar · Auftakt
Ein Feder-Duett entsteht. Martina Flück vom bewegten Schreiben und ich sitzen in Meikes Schmeckerei und planen einen gemeinsamen Workshop zu Neurographik & Schreiben – zwei Welten, die sich berühren und verbinden wollen.
Privat beginne ich, meine Reise in die USA zur Familien-Reunion an Ostern zu planen. Das Jahr startet spannend und aufregend. Ich spüre: Es wird mir einiges abverlangen – und mir gleichzeitig viele Chancen schenken. Ich bin gespannt auf das, was die kommenden zwölf Monate bereithalten.
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Februar · Expansion
Die neuen Impact Karten „Fragen können wie Küsse schmecken“ von Carmen Kindl-Beilfuß ziehen in meine Praxis ein. Sie ergänzen meine Arbeit im Coaching und in der Beratung auf wunderbare Weise – und ich bin ebenso verliebt in dieses Set wie meine Klientinnen.
Gleichzeitig meldet sich in mir ein starkes Gefühl von Ausdehnung. Meine aktuellen Räume sind schön und geborgen, und doch spüre ich klar: Da will mehr Raum entstehen, mehr Möglichkeiten. Obwohl objektiv nichts dagegenspricht, beginne ich die Suche nach etwas Neuem.
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März · Aufatmen
Der Frühling küsst mein Herz. Mit meinem Partner mache ich mich auf ins Allgäu zu einer großen Radeltour – von Kaufbeuren über Orte meiner Kindheit bis zum Römerturm mitten im Nichts, mit Einkehr im Kloster Irsee.
Es ist ein Tag, der nachhaltig in mir nachklingt. Er schenkt mir Kraft, Freude und dieses stille Wissen: Manche Momente wirken lange weiter.
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April · Herzschlag
Ein kleiner Auffahrunfall kurz vor dem Urlaub wirft mich für einen Moment aus der Bahn. Der April ist laut, emotional, hektisch – und gleichzeitig der intensivste Monat des Jahres.
Die USA-Reise beginnt. Meine Kinder und ich treffen erstmals Teile unserer Familie, besuchen meine Onkels und meinen Vater. Von Chicago bis Miami, 2.500 Kilometer in vier Tagen. Eine Reise voller Erlebnisse, die nicht nur im Außen, sondern tief im Inneren vieles verändert. Gut, dass man nicht immer vorher weiß, was kommt.
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Mai · Berührung
Meine Arbeit führt mich nach Bosnien. Vier Tage Sarajevo, herzliche Menschen und ein nächtlicher Ausblick, der sich einprägt: ein Lichtermeer über sanften Hügeln.
Trotz der vielen Eindrücke berühren mich Sarajevo – und besonders die Pyramiden von Bosnien – auf einer tiefen Ebene. Etwas in mir kommt zur Ruhe.
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Juni · Weichen stellen
Die Pläne für neue Praxisräume nehmen konkrete Form an. In einer Co-Working-Agentur scheint sich ein echtes Match abzuzeichnen – es funkt, beruflich wie menschlich, und ich freue mich auf das, was entstehen darf.
Parallel plane ich als ehrenamtliche Betreuerin bei der Pfadfindergemeinschaft der Mädchen in Bayern (PSG) unsere Reise nach England und Wales im August. Themen wie Vielfalt und LGBTQ werden dabei ganz selbstverständlich Teil unserer gemeinsamen Arbeit.
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Juli · Lebensfreude
Mein Lieblingsmonat – denn ich bin ein Sommer-Sonnen-Juli-Kind. Meinen Geburtstag nehme ich mir frei und feiere ihn mit meiner Familie und meinem Partner am Ammersee.
Dieser Ort ist für mich ein ganz besonderes Fleckchen Erde, voller Kraft und Magie. Ein Tag dort fühlt sich an wie eine ganze Woche Auszeit.
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August · Ankommen
Ich ziehe in meine neue Praxis in der Konrad-Adenauer-Allee 25 in Augsburg ein. Ein tiefes Gefühl von Stimmigkeit begleitet mich – ich weiß: Ich bin genau richtig, hier und jetzt.
Außerdem geht es nach Wales. Natur, Städte, Menschen und über 40 Mädchen der PSG. Ich schöpfe Kraft, entdecke mich neu und bin inspiriert von der Verbindung der Waliser zur Magie, zu Feen, Elfen und alten Geschichten. Ich weiß: Ich werde wiederkommen.
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September · Schreiben
Nach dem Sommer wird es ruhiger. Ich radle durchs Augsburger Land und treffe mich regelmäßig mit Martina vom bewegten Schreiben – unter anderem zum biografischen Schreiben zu zweit.
Ich spüre, wie essenziell dieses Schreiben für mich ist. Erlebnisse, besonders aus der Kindheit, dürfen Form annehmen. Schreiben wird zum Ventil, Martina zum Anker – fachlich, professionell und freundschaftlich. Ein perfektes Match.
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Oktober · Perspektivwechsel
Trotz Höhenangst steige ich spontan mit meinem Partner in ein Leichtflugzeug. Dreißig Minuten über dem Donau-Ries – neue Perspektiven tun gut.
Ein langes Wochenende am Gardasee schenkt Raum für Zweisamkeit, Leichtigkeit und italienisches Lebensgefühl. Gleichzeitig zeigen sich schwere Missstände in der Betreuung meines Vaters in den USA. Wichtige Entscheidungen stehen an. Ein Kraftakt beginnt.
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November · Neuausrichtung
Im Hintergrund reift eine große Entscheidung: das Rebranding meiner Praxis Carpe Diem Augusta gemeinsam mit dem großartigen Team von werk86. Herausfordernd, aufregend – und genau richtig.
Parallel fordert mich die Situation mit meinem Vater sehr. Organisation, Fahrten quer durch Süddeutschland, Verantwortung. Mein Partner ist in dieser Zeit meine größte Stütze. Ich erlebe Dankbarkeit und spüre: Gemeinsam ist man stärker.
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Dezember · Rückschau
Der Dezember – immer eine eigene Herausforderung. Neue Praxisgestaltung, Geburtstage meiner Söhne, Weihnachten. Um mich herum ist viel, in mir wächst der Wunsch nach Ruhe.
Ich nehme mir bewusst Zeit für Rückschau und Integration. 2025 war wild, herausfordernd und klärend. Neubeginne, Abschiede, Grenzen, Wachstum. Und während ich schreibe, ist mir glasklar: Das war erst der Auftakt. 2026 darf kommen – turbulent, genial und voller neuer Wege mit annican.
Stilhinweis
Ruhig, persönlich, ehrlich. Mischung aus Praxis- und persönlichen Momenten. Kein Leistungsrückblick, sondern Würdigung.
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Ausblick 2026 · Aufbruch
Während ich diese Zeilen schreibe, ist mir etwas glasklar: 2025 war kein Zufall, kein Sammelsurium einzelner Ereignisse – es war Vorbereitung. Ein intensives, wildes, forderndes und gleichzeitig sehr klärendes Jahr.
Ich habe Neubeginne gewagt, Abschiede zugelassen, Grenzen neu gesetzt und Herausforderungen angenommen. Vor allem aber habe ich mich immer wieder auf meinen inneren Kompass verlassen. Und seine Trefferquote liegt bei 100 %.
2026 fühlt sich an wie ein echtes Losgehen. Auch wenn da ein kleines Bammel-Gefühl ist, weiß ich im selben Atemzug: Ich bin nicht allein. Ich habe wunderbare Menschen an meiner Seite, privat wie beruflich. Dieses Jahr ist ein Investment in meine Zukunft.
Meine Praxis trägt nun einen neuen Namen: annican. Mit ihr darf ich neue Klientinnen begleiten, sie in ihren Prozessen unterstützen und Räume für Entwicklung, Entlastung und innere Bewegung öffnen. Gleichzeitig wartet auch privat viel Neues darauf, erlebt und entschieden zu werden.
Im April 2026 möchte ich diesen neuen Abschnitt sichtbar feiern – mit einem Rebranding Opening Day. Gemeinsam mit Martina vom Geselligen Schreiben, die einen kleinen Workshop mitbringt, und mit einem Kuchen von Bernis Cakes, auf den ich mich jetzt schon riesig freue.
Ich stehe in den Startlöchern. Es wird turbulent. Es wird fordernd. Und ich bin mir sicher: Es wird genial. Los geht’s